Kinder

Programmbereich D – weiterführende Schule

  • Schülerinnen und Schüler der Grundschule
  • Fokus: 3. und 4. Jahrgangsstufe

Schon früh kann es für unsere Kinder in der Schule zu spät sein. Zunehmend sind die Eltern gefordert, Privatinitiative muss mangelnde schulische Qualität und zunehmende Defizite im Bildungssystem ausgleichen. Bei den vergleichenden OECD-Studien PISA I und II (ebenso die Tests zu Mathematik und Naturwissenschaft TIMS, zur Lesekompetenz in der Grundschule IGLU/IGLU-E) rangierte Deutschland mit mäßigem Gesamtergebnis im hinteren Mittelfeld. In der neuesten PISA-Studie rückt Deutschlands zwar ins Mittelfeld auf, jedoch ohne grundlegende strukturelle oder institutionelle Veränderungen.

Nur knapp zehn Prozent der Jugendlichen konnten sehr gute Leistungen ausweisen, die Risikogruppe mit äußerst schlechten Leistungen liegt mit 22,3% deutlich über dem OECD-Durchschnitt (neueste Studie < 20%). Hauptsächliche Risikogruppe sind Hauptschülerinnen und -schüler (51,5% vs. 3,5% Spitzenleistungen). Bei PISA 2003 und PISA 2006 haben die Mädchen deutlich bessere Ergebnisse erzielt als die Jungen, besonders die Geschlechterdifferenz ist in Deutschland also überdurchschnittlich signifikant.

Das Hauptaugenmerk der Schulentwicklung gilt der Leseförderung, besonders innerhalb der Grundschule, dem zentralen Ort für den Aufbau der Lesefähigkeit. In der IGLU-Studie 2006 liegt Deutschland bei den Viertklässlern nach erschreckenden Ergebnissen in den 90er Jahren wieder im ersten Viertel. Die Defizite in der Grundschule werden aber kaum aufgearbeitet: die Leistungen und damit auch der Spaß der Kinder am Lesen und an der Schule findet in der Sekundarstufe und darüber hinaus keine Fortsetzung. Aber Lesen lernen hört nicht in der Grundschule auf, sondern bedarf stetiger Förderung und Erweiterung.


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